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Zukunft der energetischen Holznutzung für Wärme- und Stromgewinnung

Positionspapier des DEPV


Berlin, 27.11.2018

Leitbild: Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV) bekennt sich in seinem Leitbild dazu, die zur Pelletproduktion benötigte heimische Ressource Restholz so effizient wie möglich zu nutzen. Dies geschieht vor allem beim Einsatz im Wärmesektor (Zentralheizungssysteme, Kaminöfen), wo moderne Holzenergie (automatisch, effizient, emissionsarm, komfortabel) auch unter Klimaschutzaspekten besonders hochwertig verwendet wird. Der DEPV setzt sich für einen deutlichen Zubau dieser Wärmeleistung ein.
Heute: In Deutschland werden heute jährlich über zwei Mio. Tonnen Pellets zur Versorgung des kleinstrukturierten Wärmemarktes genutzt. Dabei wird über die gesamte Bereitstellungskette ein erheblicher Aufwand für die Qualitätssicherung betrieben. Dies ist sowohl ökonomisch als auch klimapolitisch sinnvoll, denn die Verwendung der wertvolle Ressource Sägerestholz – Hauptrohstoff der Pelletproduktion – zur Wärmeerzeugung erfolgt deutlich effizienter als zur Verstromung. Einerseits ist der Wirkungsgrad rd. doppelt so hoch, andererseits können im Wärmebereich die größeren CO2-Einsparungen erzielt werden. Zudem bedeutet die Wärmenutzung eine weitestgehende regionale Wertschöpfung: durch die Produktion des Energieträgers vor Ort mit kurzen Lieferwegen des Handels sowie die Herstellung von Feuerungen und die mit Einbau und Wartung verbundenen Handwerkerleistungen.
Ausblick: Durch den hohen Endenergieverbrauch am Wärmemarkt wird sein Umbau zum Fortschritt der Energiewende in Deutschland maßgeblich sein. Energieeinsparung und Nutzung erneuerbarer Energien sind dabei gleichrangig zu verfolgen. Moderne Holzenergie ist eine der wichtigsten Grundlagen der erneuerbaren Energien. Die für die energetische Verwendung verfügbaren Restholzmengen (auch nichtsägefähige Rundholzsortimente) müssen zum weiteren Ausbau des Wärmemarktes genutzt werden.
Einsatz von Pellets zur Substitution von Kohle bei der Stromgewinnung (Co-Firing): Versorgungssicherheit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für das Vertrauen der Nutzer in eine Technologie und damit für das weitere Marktwachstum der modernen, nachhaltig erzeugten Holzenergie in Deutschland. Neben dem nötigen Ausbau der hocheffizienten Wärmenutzung wird es nicht möglich sein, die zur Substitution von Kohle in Kraft- oder Heizkraftwerken benötigten Pelletmengen aus heimischer Herstellung aufzubringen. Auch den Einsatz importierter Pellets zu diesem Zweck sieht der DEPV kritisch. Das Thema Co-Firing steht medial immer wieder wegen damit verbundenen fragwürdigen forstlichen Methoden und langen Transportwegen im Mittelpunkt von Kritik. Der Einsatz von importierten Pellets, die es für Co-Firing in Deutschland bräuchte, würde angesichts der weitgehend fehlenden öffentlichen Differenzierung beim Thema deshalb auch ein erhebliches Risiko für das Image der heimischen Pelletnutzung bergen.
DEPV-Vorstand, 27. November 2018
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