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Heizungsbetrieb



Aufgaben Schornsteinfeger
Aufgaben von Schornsteinfegern bei Installation und Betrieb von Pelletfeuerungsanlagen
TätigkeitZeitpunkt/Intervall PelletkesselZeitpunkt/Intervall PelletkaminöfenAusführender
baurechtliche Abnahme (nach Landesbaurecht)1 x vor Inbetriebnahme1 x vor Inbetriebnahmebevollmächtigter Bezirksschorn-steinfeger (bBSF)
Feuerstättenschau (§ 14 SchfHwG) inkl. Überprüfung des ordnungsgemäßen technischen Zustands der Feuerstätte und des Einsatzes geeigneter Brennstoffe (§ 15 Abs. 2 1. BImSchV in Verbindung mit § 4 Abs. 1 1. BImSchV)2 x in 7 Jahren (im Abstand von mind. 3 Jahren)2 x in 7 Jahren (im Abstand von mind. 3 Jahren)bevollmächtigter Bezirksschorn-steinfeger (bBSF)
Überprüfung der Einhaltung der Anforderungen an die Ableitbedingungen für Abgase (§ 14 Abs. 1 der 1. BImSchV)1 x vor Inbetriebnahme1 x vor Inbetriebnahmefrei wählbarer Schornsteinfeger
Erstmessung der Emissionen, Wiederholungsmessung, wenn Anforderungen nicht erfüllt (§ 14 Abs. 2 und 5 der 1. BImSchV)innerhalb von 4 Wochen nach Inbetriebnahmekeinefrei wählbarer Schornsteinfeger
wiederkehrende Messung, Wiederholungsmessung, wenn Anforderungen nicht erfüllt (§ 15 Abs. 1 und 5/§ 25 Abs. 4 der 1. BImSchV)alle 2 Jahrekeinefrei wählbarer Schornsteinfeger
Kehren der Abgasanlage und des Verbindungsstücks (§ 1 Abs. 1 SchfHwG in Verbindung mit § 1 Abs. 4 KÜO)2 x jährlich2 x jährlichfrei wählbarer Schornsteinfeger
Überprüfung der Verbrennungsluftzufuhr und der Entlüftung (§ 1 Abs. 1 SchfHwG in Verbindung mit § 1 Abs. 4 KÜO)1 x jährlich1 x jährlichfrei wählbarer Schornsteinfeger
Die Aufgaben können, soweit es technisch möglich ist, an einem Termin erledigt werden. Messen und Kehren schließen sich aus, weil die Anlage beim Kehren außer Betrieb sein muss.
SchfHwG = Schornsteinfeger-Handwerksgesetz KÜO = Kehr- und Überprüfungsordnung 1. BImSchV = Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen)
Pelletverbrauch ermitteln
Die Heizkostenabrechnung für Miet- und Eigentumswohnungen muss gemäß Heizkostenverordnung nach dem tatsächlichen Brennstoffverbrauch erfolgen. Die Nutzung der Verbrauchsanzeige am Pelletkessel für Abrechnungszwecke ist fehleranfälliger als andere Methoden und daher nicht zulässig! Der Pelletverbrauch ergibt sich aus dem Anfangsbestand an Pellets zuzüglich der Lieferungen innerhalb der Abrechnungsperiode und abzüglich des Endbestands im Lager, der jeweils zum Ende des Abrechnungszeitraums ermittelt werden muss. Menge und Wert des Endbestands sind dabei als Anfangsbestand des Folgejahres zu übernehmen. Für die rechtssichere Abrechnung der Heizkosten besteht die Pflicht, den Anfangs- und Endbestand an Pellets und alle in den Abrechnungszeitraum fallenden Lieferungen mit Datum, Menge, Einzel- und Gesamtpreis für Mieter nachvollziehbar aufzulisten.
Ermittlung des Pelletbestands im Lager
Option 1: Gewichtsmessung Die einfachste und genaueste Ermittlung des Pelletbestands ist eine Gewichtsmessung, die aber den Einsatz von fest installierten Wiegezellen erfordert. Wiegezellen eignen sich nur für aufgeständerte Silos. Sie werden unter die Ständer gesetzt und messen das Gewicht der darüber befindlichen Lagereinrichtung mit. Der Bestand an Pellets ergibt sich dann als Differenz zwischen dem gemessenen Gesamtgewicht und dem Eigengewicht der mitgewogenen Lagereinrichtung.
Option 2: Ermittlung des Endbestands an Pellets aus der Füllhöhe im Lager Die Ermittlung des Pelletbestands durch Ablesen der Füllhöhe der Pellets im Lager eignet sich prinzipiell für alle Lagerräume und Lagerbehälter. Auf Grund schwankender Schüttdichten von Pellets und der ungenaueren Ablesung ist diese Methode weniger präzise als eine Gewichtsmessung. Zum Ablesen der Füllhöhe sind vor der Erstbefüllung – oder nach einer Lagerreinigung – Markierungen an einer Lagerwand anzubringen, die bei geöffneter Lagerraumtür oder durch ein Sichtfenster einsehbar ist. Die Markierung kann händisch (alle 10 cm) erfolgen oder es wird ein Messstab an der Wand befestigt. Um aus der Füllhöhe des Lagers den Bestand berechnen zu können, sollte das Lager nach der Anbringung der Markierungen möglichst komplett gefüllt werden. Die Liefermenge ergibt einen anfänglichen Lagerbestand (BA). Anschließend wird die damit korrespondierende Füllhöhe (HA) abgelesen. Für die Heizkostenabrechnung wird dann jedes Jahr die Füllhöhe (H) am Stichtag der Abrechnung abgelesen, aus der der Endbestand an Pellets (B) je nach Lagergeometrie mit den im Folgenden angegebenen Formeln berechnet wird.
Berechnungsformel für Flachbodenlager Bei einem Flachbodenlager ist der Lagerbestand proportional zur Füllhöhe. Der Endbestand wird nach der folgenden Formel berechnet:

Berechnungsformel für Schrägbodenlager mit einem Füllstand oberhalb des Schrägbodens

Bei einem Schrägbodenlager wird bis zur Oberkante der Schrägböden (Höhe HS) nur ein Teil des Raumvolumens genutzt, deshalb muss zur Umrechnung der Füllhöhe in den Lagerbestand unterschieden werden, ob das Lager bis oberhalb oder unterhalb der Oberkante des Schrägbodens gefüllt ist.
Bei einer Füllhöhe oberhalb des Schrägbodens wird der Pelletbestand aus der abgelesenen Füllhöhe nach der folgenden Formel berechnet:


Beispielrechnung: Bestand nach Erstbefüllung: BA = 20 t Füllhöhe nach Erstbefüllung: HA = 2 m Oberkante Schrägboden: HS = 1,4 m Füllhöhe bei Ablesung: H = 1,6 m Pelletbestand bei Ablesung: B = (1,6 m – 1,4 m/2) / (2 m – 1,4 m/2) x 20.000 kg = 12.500 kg Pellets
Berechnungsformel für Schrägbodenlager mit einem Füllstand im Bereich des Schrägbodens Im Bereich des Schrägbodens ist die Pelletmenge nicht mehr proportional zur Füllhöhe. Der Endbestand wird nach der folgenden Formel ermittelt:

Was ist bei der Ablesung der Markierungen zu beachten?
  • Da die Abstände zwischen den Markierungen gleich sind, können Füllstände, die zwischen zwei Markierungen liegen, einfach geschätzt werden.
  • Die Oberfläche der Schüttung ist nicht plan. Die durchschnittliche Füllhöhe muss entweder eingeschätzt werden oder die Oberfläche der Pelletschüttung wird eingeebnet, z. B. mit einem Laubrechen.
  • Wenn das Lager betreten werden muss, sind Vorsichtsmaßnahmen zu beachten: Heizung und Förderschnecke müssen ausgestellt und das Lager vorher ausreichend belüftet sein. Eine zweite Person muss außerhalb des Lagers in Sicht- oder Sprechverbindung sein. Lager > 10 Tonnen dürfen nur nach Messung des CO-Gehalts betreten werden.

Option 3: Füllstandsmessung mit Sensoren Am Markt werden verschiedene technische Systeme angeboten, die eine Füllstandsmessung mit Hilfe von Sensoren versprechen. Für die Heizkostenabrechnung sind nur Systeme geeignet, die eine kontinuierliche Füllstandsmessung leisten und eine numerische Anzeige bieten. Dabei ist zu bedenken, dass ihre Funktion in den meisten Fällen nur bei einer gleichmäßigen Oberfläche der Pelletschüttung sichergestellt ist und zudem unbedingt eine Kalibrierung der Messung auf das Lager erforderlich ist. Hersteller von Systemen zur Überwachung des Lagerfüllstands sind in der Broschüre Empfehlungen zur Lagerung von Holzpellets aufgelistet.
Ermittlung des Werts des Pelletbestands
Der Wert des Endbestands an Pellets ist nach dem Grundsatz "First in – First out" anzusetzen. Wenn der Endbestand geringer als die letzte Liefermenge ist, dann wird der Wert des Endbestands mit dem Pelletpreis der letzten Lieferung berechnet. Wenn der Endbestand die letzte Liefermenge übersteigt, ist die darüber hinausgehende Menge mit dem Preis der Vorlieferung(en) anzusetzen.
Heizkostenabrechnung
Excel-Tool erleichtert Abrechnung für Pelletheizungen
Mit dem Excel-basierten Berechnungstool können Hauseigentümer, deren Immobilie mit Pellets beheizt wird, die jährliche Heizkostenabrechnung (inkl. Warmwasserabrechnung) gemäß der Heizkostenverordnung (HeizkostenV) vom 5. Oktober 2009 vornehmen. Alle nachfolgenden rechtlichen Verweise beziehen sich auf diese Verordnung.
Das Berechnungstool sollte für eine korrekte Ausführung mit Microsoft Excel 2010TM bearbeitet werden. Makros und Inhalte müssen aktiviert werden. Für andere Programme und Versionen von Microsoft Excel ist eine korrekte Ausführung nicht garantiert.
Wenn Sie in den grauen Kasten unten klicken, können Sie sich den Heizkostenabrechner herunterladen.

Hinweise zur Nutzung des Heizkostenabrechners
Hinweise zur Nutzung des Excel-basierten Berechnungstools „Heizkostenabrechnung für Pelletheizungen“ des DEPI sowie zu Besonderheiten, die bei der Heizkostenabrechnung von Pelletheizungen zu beachten sind, finden Sie in unserem Infoblatt:
Ascheentsorgung
Ascheentsorgung bei Pelletfeuerungen
Holzspäne werden zu kompakten ENplus-Pellets gepresst, die zu weniger als 0,7 % Asche verbrennen.
Einer der Vorzüge beim Heizen mit Pellets ist der geringe Ascheanfall, der zum komfortablen Betrieb der Anlage beiträgt. Der durchschnittliche Aschegehalt von Pellets der Qualitätsklasse ENplus A1 liegt bei 0,3 Prozent, maximal zulässig sind 0,7 Prozent. Für die in größeren Kesselanlagen nutzbare Qualitätsklasse ENplus A2 liegt der Grenzwert bei 1,2 Prozent Asche.
Welche Arten von Holzaschen gibt es? In der Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV) werden Holzaschen unter verschiedenen Abfallschlüsselnummern geführt:
  • Bei der Feuerung mit Holzpellets entsteht hauptsächlich Rostasche (Abfallschlüsselnummer 10 01 01). Bei Pelletkaminöfen und kleineren Kesselanlagen mit nur einem Aschebehälter gilt die gesamte anfallende Asche als Rostasche. Es bestehen im Regelfall keine besonderen Anforderungen an die Entsorgung und Deponierung.
  • Bei Anlagen mit einem Multizyklon oder Filter (i.d.R. Anlagen > 300 kW) wird Filterasche separat abgeschieden (Abfallschlüsselnummer 10 01 03). Sie muss getrennt von der Rostasche gesammelt und entsorgt werden.

Handlungsempfehlungen zur Entsorgung von Holzasche
WärmeleistungPelletverbrauch AscheanfallEntsorgung
< 100 kW2-20 t/a10-100 kg Rostasche/a*Entsorgung über den Hausmüll
100 - 300 kW20-100 t/a100-500 kg Rostasche/a*Sammlung in Big Bags bzw. Absetzmulden, Entsorgung über Abfalentsorger
> 300 kW> 100 t/a> 500 kg Rostasche/a*Sammlung in Big Bags bzw. Absetzmulden, Entsorgung über Abfallentsorger
Anlagen mit Multizyklon oder Filter (i.d.R. < 300 kW)> 100 t/a> 500 kg Rostasche/a* sowie > 50 kg Filterasche/a*Sammlung in Big Bags, Entsorgung über Abfallentsorger
Entsorgungsempfehlungen für Holzasche nach Anlagenleistung
* Grundlage der Berechnung sind Pellets der Qualitätsklasse ENplus A1
Pelletfeuerungen in Ein- und Mehrfamilienhäusern
Empfehlungen für Pelletfeuerungen bis 100 kW Leistung
  • Aschelade durch Heizungsbetreiber regelmäßig zu entleeren -> vollständig erkaltete Rostasche in den Hausmüll
  • Unbehandelte Asche nicht als Düngemittel auf eigenen Grundstücken nutzen (Überdüngung und Probleme durch stark basischen Charakter der Aschen und Anreicherung von Schwermetallen möglich)

Pelletfeuerungen im größeren Leistungsbereich
Empfehlungen für Pelletfeuerungen mit mehr als 100 kW Leistung:
  • Holzasche fachgerecht über Abfallentsorger entsorgen, mit ihm auch das zum Transport benutzte Behältnis klären
  • Möglichkeiten zur Sammlung der Asche: sog. Big Bags oder Absetzmulden. Big Bags sind mit Hilfe eines Hubwagens transportabel. Absetzmulden sind in verschiedenen Größen erhältlich (Zugangsmöglichkeit für Lkw beachten!).
  • Sofern Sammelbehälter an der Feuerungsanlage nicht Transportbehältnis ist: Maschinelles Umfüllen mit Aschesauger
  • Glutfreie Asche: Direkt in den Sammelbehälter

Empfehlungen für Anlagen mit einem Multizyklon oder Filter (i.d.R. > 300 kW)
Bei Anlagen mit einem Multizyklon oder Filter gelten für die Rostasche die Empfehlungen für Pelletfeuerungen mit mehr als 100 kW Leistung (s.o.) – zusätzlich muss eine getrennte Sammlung der Filterasche erfolgen. Für die Filterasche ist Folgendes zu beachten:
  • Abfallentsorger für Entsorgung der Filterasche beauftragen.
  • Abfallschlüsselnummer 10 01 03 muss Abfallentsorger mitgeteilt werden.
  • Asche ist Entsorger in geschlossenem Sammelbehälter zu übergeben.
Für alle Anlagen gilt: Vermeidung von Staubwolken Generell sollte beim Umgang mit Holzasche die Bildung von Staubwolken vermieden werden. Aschestaub kann die Haut reizen und die Atemwege schädigen. Als Vorsichtsmaßnahme empfiehlt sich das Tragen von Mundschutz, Handschuhen und Schutzbrille.
Zur Verwertung von Holzaschen Aschen sind nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) zu verwerten oder zu beseitigen. Auf Grund der effektiven Verbrennung in Pelletkesseln ist die Asche fast vollständig kohlenstofffrei (ausgebrannt) und dadurch deponiefähig. Ob für Holzaschen anstelle der Deponierung eine Aufarbeitung zu einem Düngemittel oder eine anderweitige stoffliche Verwertung in Frage kommt, hängt von der Qualität der Asche ab und obliegt der Entscheidung und Beurteilung des Abfallentsorgers. Wichtig: Aschen sollten nicht ohne Aufarbeitung als Düngemittel genutzt werden!
Ascheanalysen und Schadstoffbelastung Bei der Ascheentsorgung kann vom Abfallentsorger eine Ascheanalyse verlangt werden. Bei der Verwendung von Aschen als Düngemittel sollte die Analyse nach der Düngemittel-Probenahme- und Analyseverordnung (DüngMProbV) erfolgen. Kritische Parameter sind der Chrom(VI)-Grenzwert bei Rostaschen und der Cadmium-Grenzwert bei Filteraschen. Bei der Entsorgung auf Deponien gelten die Vorgaben der Deponieverordnung (DepV) . Ein kritischer Parameter ist der gelöste organische Kohlenstoff (DOC) im Eluat, der in Einzelfällen die Grenzwerte der Deponieklasse 3 überschreiten kann. Bei der Analyse sollte aufgrund der Repräsentativität die Asche aus dem Dauerbetrieb verwendet werden und nicht von der Inbetriebnahme der Anlage.