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Emissionen


Pelletfeuerungen (Pelletkessel und Pelletkaminöfen) sind moderne Heizungsanlagen und haben mit einem schlichten Holzofen oder Kamin wenig gemeinsam. Sie weisen geringe Emissionen von Luftschadstoffen auf, da Brennstoffmenge und Verbrennungsvorgang vollautomatisch aufeinander abgestimmt sind und so eine vollständige Verbrennung mit ungestörtem und effektivem Abbrand möglich wird. Zudem unterstützt ein qualitativ hochwertiger Brennstoff eine schadstoffarme Verbrennung.
Offene Lagerfeuer und alte Öfen verursachen demgegenüber überdurchschnittlich hohe Emissionen, insbesondere wenn feuchtes Brennholz eingesetzt wird. Dann läuft die Verbrennung unvollständig ab und setzt viele schädliche Kohlenwasserstoffe, Kohlenmonoxid, Staub und Ruß frei. Dies ist bei Holzpellets nicht der Fall, da der genormte Brennstoff (ENplus-Zertifizierung) nur einen geringen Feuchtegehalt haben darf. Auch andere Kriterien wie Aschegehalt und Feinanteil sind genormt und liegen auf einem niedrigen Niveau. Nicht nur Pelletproduzenten, auch Hersteller von Heizungsanlagen müssen strenge Richtlinien erfüllen.
Außerdem ist bei Pelletfeuerungen der unerlaubte Einsatz von Abfall und Altholz, der bei Öfen, Kaminen und Lagerfeuern leider regelmäßig vorkommt und zu giftigen Abgasen führt, nicht möglich. Dabei können Pelletfeuerungen die strengen Anforderungen der 2010 in zwei Stufen verschärften 1. Bundesimmisionsschutzverordnung (sog. 1. BImSchV oder Kleinfeuerungsanlagenverordnung) in der Regel ohne Staubfilter einhalten.
Weitere Informationen zu 1. BImSchV und TA Luft

Kurzstudie des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) zum Anteil zentraler Holzfeuerungsanlagen an den Staubemissionen in Deutschland (2014)

Emissionen aus Holzfeuerungen dürfen nach wie vor nicht vernachlässigt werden. Allerdings muss unterschieden werden nach:
  • Anlagenalter (Installation vor oder nach Inkrafttreten der Novelle der 1. BImSchV)
  • Anlagentyp (Einzelraumfeuerung oder Zentralheizung)
  • Art der Befeuerung (handbeschickt oder automatisch beschickt) und
  • eingesetztem Holzbrennstoff (Scheitholz, Holzpellets oder Holzhackschnitzel)
Holzpelletfeuerungen sind in Deutschland nur für drei Prozent des Staubs aus Holzfeuerungen (bis 1 MW) verantwortlich. Demgegenüber sind mit Scheitholz befeuerte Einzelraumfeuerstätten (Öfen und Kamine) für den Großteil (79 %) der Staubemissionen aus Holzfeuerungen verantwortlich! Der Anteil von Holzzentralheizungen (Pellet-, Hackschnitzel- und Stückholzkessel) beträgt nur 21 Prozent.
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Quelle: Kurzstudie „Abschätzung des Anteils zentraler Holzfeuerungsanlagen an den Staubemissionen in Deutschland“. Lenz, DBFZ 2014

Pellets sind mit Abstand der sauberste Holzbrennstoff! Scheitholz ist für 87 Prozent der Staubemissionen verantwortlich, Hackschnitzel für 10 Prozent und Pellets nur für 3 Prozent. Diese deutlichen Unterschiede beruhen nicht allein auf dem höheren Anteil von Stückholz am Brennstoffeinsatz, sondern auch auf dem unterschiedlichen Emissionsverhalten der Feuerungen: Der Anteil am Staubaufkommen liegt nur bei den Stückholzöfen über dem Anteil am Brennstoffeinsatz. Bei Pelletfeuerungen liegt er am deutlichsten darunter. Aus verschiedenen Gründen liegen die Emissionen aus Pelletfeuerungen deutlich unter denen aus Stückholzöfen:
  • Automatische Befeuerung: Pelletkessel und -öfen funktionieren – anders als Scheitholzöfen – auf Basis einer geregelten, automatischen Brennstoffzufuhr. Dies mindert sowohl das Risiko von Fehlbedienung als auch der Nutzung von unzulässigen Brennstoffen wie feuchtem Holz oder sogar Haushaltsabfällen.
  • Genormter und zertifizierter Brennstoff: Holzpellets werden zu 90 Prozent aus trockenen Holzspänen produziert, die im Sägewerk beim Einschnitt von entrindetem Holz anfallen. ENplus-zertifizierte Pellets – mehr als 95 Prozent der in Deutschland produzierten Pellets – unterliegen strengen qualitativen Anforderungen an das Produkt, die Lagerung sowie die Logistik. Dadurch gibt es ein breites Angebot an Premiumpellets mit niedrigem Wasser- und Aschegehalt, die neben dem reibungslosen Heizungsbetrieb auch zum hervorragenden Emissionsverhalten von Pelletfeuerungen beitragen.
  • Strenge gesetzliche Anforderungen an die Luftreinhaltung: Die seit 2010 in verschärfter Fassung gültige Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) fordert von Holzfeuerungen die Einhaltung sehr strenger Grenzwerte für den Ausstoß von Staub und Kohlenstoffmonoxid (CO). Bei Heizkesseln überprüfen Schornsteinfeger deren Einhaltung kurz nach der Inbetriebnahme und dann alle zwei Jahre in der Praxis. Seit 2015 installierte Holzpellet- und Hackschnitzelheizungen (ab 4 kW) dürfen nur noch 20 mg/m³ Staub ausstoßen (2. Stufe 1. BImSchV). Das sind nur noch 13 % des früher für Holzfeuerungen ab 15 kW zulässigen Wertes (für Anlagen bis 15 kW gab es gar keine Grenzwerte!). Für Pelletkaminöfen ohne Wassertasche gelten 30 mg/m³. Für Stückholzheizungen gilt die 2. Stufe seit Anfang 2017. Für diese sehr niedrigen Grenzwerte gab es bis 2013 noch nicht einmal Messgeräte für die Messung durch den Schornsteinfeger vor Ort. ·
  • Anlagenalter: Über die Hälfte der Pelletfeuerungen wurde nach Inkrafttreten der 1. BImSchV installiert. Kaum eine Pelletfeuerung ist älter als 20 Jahre. Demgegenüber wurden 80 Prozent der Stückholzöfen vor 2010 installiert – mehr als 40 Prozent sind sogar älter als 20 Jahre.

Weitere Informationen: Zum DEPI-Infoblatt Emissionsfaktoren Wärmebereitstellung Zur Studie des DBFZ Zum Fachartikel „Umweltbundesamt korrigiert Emissionsfaktoren und Gesamtemissionen von Holzfeuerungen“

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