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18.09.2012

Pelletverband informiert beim Energietag auf dem Schlossplatz Stuttgart

Zentralveranstaltung des Energietags Baden-Württemberg am Samstag

Bei der Zentralveranstaltung des diesjährigen Energietags Baden-Württemberg informiert auch der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV) interessierte Besucher auf dem Stuttgarter Schlossplatz. Wer Fragen rund um erneuerbare, klimafreundliche Wärme aus heimischen Holzpellets hat, ist herzlich eingeladen, den Informationsstand zu besuchen und auf dem gemütlichen Pelletsofa Platz zu nehmen. Der Stand ist am Samstag, 22.9., von 10.00 bis 18.00 Uhr direkt im Zentrum Stuttgarts geöffnet. Baden-Württemberg ist bundesweit vorne mit dabei, wenn es um das Heizen mit Holzpellets geht. Im Ländle stehen rd. 32.000 Pelletheizungen und -öfen, die mit Pellets aus heimischer Produktion befeuert werden.

„Baden-Württemberg ist jetzt schon ein ausgewiesenes Pelletland – gemessen an der Anzahl der installierten Heizungen als auch der Menge der im Südwesten produzierten Pellets“, berichtet Martin Bentele, geschäftsführender Vorsitzender des DEPV. Rd. 18 Prozent der deutschen Anlagen erzeugen hier im Ländle nahezu CO2-neutrale Wärme. Nur in Bayern (40 Prozent) ist die Dichte höher. Ende 2012 schätzt der DEPV den Anteil an Pelletheizungen an den Zentralheizungen bundesweit auf ein Prozent ein – in Baden-Württemberg liegt man mit 1,6 Prozent über dem Durchschnitt. Der Landkreis mit der absolut höchsten Dichte an Pelletheizungen ist der Ortenaukreis, wo mehr als 1.500 Anlagen betrieben werden.

Gegenüber dem Privatsektor nimmt die Wärme- und Prozesswärmegewinnung in größeren Objekten überdurchschnittlich stark zu. Interessante Objekte in Baden-Württemberg sind z.B. das Bundesliga-Stadion des TSG 1899 Hoffenheim oder die Produktionsstätte des Pharmakonzerns Pfizer in Freiburg, die beide Pellets zur Wärmegewinnung nutzen. Daneben werden Holzpresslinge immer stärker in kommunalen, kirchlichen und gewerblichen Objekten genutzt, genauso wie zur Beheizung großer Wohneinheiten.

Auf der Erzeugungsseite bewirken der Holzreichtum sowie die zahlreichen Sägewerke im Südwesten eine hohe Dichte an Pelletproduktionen. Von 55 deutschen Produktionsstätten befinden sich zehn allein in Baden-Württemberg. 23 Prozent (rd. 440.000 t) der deutschlandweit produzierten Pellets (1,9 Mio. t in 2011) stammen aus Baden-Württemberg. Die Pelletwerke sind hier also größer als der Bundesdurchschnitt. Die größten Werke sind in Herbrechtingen (Lkr. Heidenheim) und Ettenheim (Ortenaukreis), wo zusammen mehr als die Hälfte der baden-württembergischen Holzpellets hergestellt werden. Die Pellets in Baden-Württemberg werden zu über 90 Prozent aus dem in Sägewerken anfallenden Sägespänen und Hackschnitzeln erzeugt. Eine positive Umweltbilanz und kurze Transportwege sind so gesichert.

Nach Aussagen des Fachverbandes Sanitär Heizung Klima (SHK) in Baden-Württemberg sind von rd. 2 Mio. Zentralheizungen im Südwesten etwa 930.000, also fast die Hälfte, älter als 15 Jahre. Die Technik dieser „Oldies“ wird dem Anspruch an Energieeffizienz nicht mehr gerecht. Die Modernisierungsrate bei Heizungskesseln beträgt nur rund drei Prozent pro Jahr und geht daher viel zu langsam vonstatten, wenn man die politischen Klimaschutzziele anschaut. 2020 sollen 14 Prozent der Wärme regenerativ erzeugt werden – 2012 waren es noch nicht einmal 11 Prozent.

Mehr zum Energietag Baden-Württemberg hier.