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08.08.2012

DEPV für Fortführung des sächsischen Programms für Pelletheizungen

Im Freistaat wird vermehrt umweltfreundlich geheizt

Pelletheizungen SachsenDas seit Mai 2012 laufende sächsische Förderprogramm für Pelletheizungen wird dazu führen, dass bis zum offiziellen Programmende am 30.09.2012 1.200 neue Pelletheizungen im Freistaat betrieben werden. Durch diese Anlagen können in Sachsen jährlich fast 1,4 Mio. EUR an Heizkosten und nahezu 10.000 Tonnen CO2 eingespart werden.  Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV) stellte diese Zahlen am Mittwoch, dem 08. August 2012 bei einem Vorortbesuch mit dem sächsischen Landtagsabgeordneten Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU) in Frohburg (Lkr. Leipzig) vor. Bentele würdigte den Freistaat und regte an, das Programm fortzuführen: „In keinem anderen Bundesland gibt es eine derart vorbildliche Fördermaßnahme, die mit einem so geringen Mitteleinsatz eine derart hohe CO2-Reduzierung schafft. Das bei den Verbrauchern in Sachsen mittlerweile bekannt gewordene Programm darf nach einem halben Jahr nicht schon wieder eingestellt werden.“

Die rege Nachfrage nach der öffentlichen Förderung der Heizungssanierung in Sachsen zeigt, dass ein entsprechender finanzieller Anreiz den Modernisierungsstau am Heizungsmarkt lösen kann „Sachsen geht hier mit gutem Beispiel voran. Der große Zuwachs an Pelletheizungen in so kurzer Zeit ist ein toller Erfolg für den Klimaschutz “, erklärte Martin Bentele vom DEPV.

Angesichts des großen Interesses hält es der DEPV für sinnvoll, die sächsische Förderung über den 30. September 2012 hinaus zu verlängern. „Keine andere Maßnahme im Privathaushalt spart derart viel CO2 ein wie der Tausch des alten Heizkessels durch eine moderne Holzheizung“, sagte Bentele. „Das sächsische Modell sollte kontinuierlich fortgeführt und damit zum Modell für andere Bundesländer werden, um die Energiewende voranzubringen.“

Die Einbindung der Wärmeversorgung in die Energiewende ist eine unabdingbare Voraussetzung für die Erreichbarkeit der politischen Klimaschutzziele. Heizen mit Pellets ist eine Möglichkeit, erneuerbar, effizient und klimaschonend Wärme zu erzeugen. Nicht nur in Privathaushalten, sondern auch in größeren Gebäuden findet die Pelletheizung immer mehr Interesse. Da Pellets aus Sägespänen hergestellt werden, die im Sägewerk beim Holzeinschnitt anfallen, sind die Transportwege kurz und die Wertschöpfung bleibt in der Region. Rund 200.000 Tonnen Holzpellets und damit 10 Prozent der bundesweiten Produktion kommen aus Sachsen – davon wird gerade mal ein Viertel im Freistaat selbst verbraucht.

Der Umstieg auf eine Pelletheizung wird in Sachsen noch bis Ende September mit mindestens 4.000 Euro Förderung honoriert, bei Installation eines Pufferspeichers erhöht sich die Summe sogar auf mindestens 5.000 Euro.

Alle Information zu den Fördermöglichkeiten sind auf der Seite des Deutschen Pelletinstituts unter www.depi.de/depi-veroeffentlichungen.php abrufbar.

* Berechnungsgrundlage Heizkosten: Durchschnittlicher Verbrauch Heizkessel, 5 t Pellets/Jahr (220 EUR/t) entspricht Heizwert von 2500 l Heizöl (0,90 EUR/l). Eine Tonne Holzpellets substituiert ggü. Heizöl rd. 1,6 t CO2. Quelle: Ökoinstitut, GEMIS