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17.07.2012

In Bayern werden aktuell die meisten Pelletheizungen bundesweit betrieben

Heizungsbetreiber im Freistaat sparen mit Pellets viel CO2 ein

Nach einer aktuellen Erhebung des Deutschen Energieholz- und Pellet- Verbandes e.V. (DEPV) werden in Bayern aktuell rd. 67.000 Pelletheizungen und damit knapp 40 Prozent dieser Anlagen im Bundesgebiet betrieben*. Damit liegt der Freistaat vor Baden-Württemberg (18 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (11 Prozent). Der geschäftsführende DEPV-Vorsitzende Martin Bentele stellte diese Zahlen am Freitag, dem 22. Juni 2012 bei einer Kreisbereisung mit dem energiepolitischen Koordinator der FDP-Bundestagsfraktion Horst Meierhofer MdB vor.

"Pelletheizungen können bei der Umsetzung der Energiewende am Wärmemarkt eine wichtige Rolle spielen", sagte Bentele, "denn keine andere Wärmequelle verspricht ein derart hohes CO2-Reduktionspotenzial bei einer gleichzeitig deutlichen Einsparung von Heizkosten. In Bayern kann man besonders gut rechnen, daher haben hier auch überdurchschnittlich viele Bürger diesen Zusammenhang schon erkannt." Mit rd. 18.500 Anlagen ist Niederbayern der Regierungsbezirk mit den meisten Pelletheizungen im Freistaat, gefolgt von Oberbayern, Mittelfranken und der Oberpfalz. Bei hohem Wärmebedarf rentiert sich der Heizungstausch am schnellsten. Dies wurde bei der Kreisbereisung an verschiedenen Beispielen deutlich, wie z.B. in der Burg Lupburg (Lkr. Neumarkt) oder in Regensburg (Neubaugebiet in Burgweinting sowie Baugebiet Il Giordano).

Vor allem bei der energetischen Gebäudesanierung sind Pelletheizungen künftig gefragt. Aus Kostengründen, aber auch wegen der Bauhygiene, könnten längst nicht alle Wohnungen gedämmt werden. Mit ihrer besonders hohen Klimaeffizienz erreichen Pelletheizungen mit geringeren Kosten als für eine Gebäudedämmung eine sehr hohe CO2-Reduktion. "Keine andere Maßnahme im Privathaushalt spart derart viel CO2 ein wie der Tausch des Heizkessels durch eine moderne Holzheizung", sagte Bentele. Es sei daher folgerichtig, diese aktiven Klimaschutzmaßnahmen zu fördern. So unterstützt der Bund den Einbau eines Pelletkessels beim Heizungstausch mit mindestens 2.000 EUR.

Bentele animierte auch die Länder aktiv zu werden. Der Einbau eines Pelletkessels sollte alternativ zur Bezuschussung auch steuerlich absetzbar sein. Daher müsse sich die bayerische Staatsregierung im Vermittlungsausschuss des Bundesrates dafür einsetzen, dass das Gesetz zur steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung zügig auf den Weg gebracht werden könne. Die Sorge der Länder, dass damit Steuereinbußen verbunden seien, teilte Bentele nicht: "Bayern als führendes Land bei der Nutzung von erneuerbaren Energien im Wärmebereich wird letztlich über die zunehmenden Tätigkeiten von Heizungsherstellern, Heizungsbauern und Pelletlieferanten, die bundesweit allesamt im Freistaat überproportional vertreten sind, von Steuermehreinnahmen profitieren!"

* Quelle: www.Biomasseatlas.de (April 2012), hierbei handelt es sich um Heizkessel bis zu einer Leistung von 100 kW.