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17.02.2012

Auch bei Eiseskälte: Pellets weiter günstig und nicht knapp!

Verfügbarkeit von Holzpellets im Winter 2011/2012 sehr gut

EnergiepreisentwicklungHolzpellets erweisen sich angesichts der mittlerweile drei Wochen andauernden Kälte- und Frostperiode als verlässlicher Energieträger. Produzenten und Handel haben große Pelletmengen eingelagert. Daher können sich Betreiber von Holzpelletheizungen weiterhin in vollem Umfang auf die sichere Versorgung mit heimischen Holzpresslingen verlassen. Der Preis für Pellets hat sich trotz der aktuell sehr starken Nachfrage nur leicht nach oben bewegt. Der DEPV-Index beträgt im Februar 2011 239,90 EUR/t, ein Kilogramm kostet im deutschen Durchschnitt 0,24 EUR. Gegenüber dem Ölpreis hat sich der Preisvorteil von Pellets im letzten Monat um 2 Prozentpunkte erhöht und liegt jetzt bei rd. 45 Prozent, wie der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) berichtet.

Die Nachfrage nach Holzpellets hat angesichts der aktuellen Kälteperiode in den letzten Wochen stark zugenommen. Im Gegensatz zu fossilen Energien, die importiert werden müssen, kommen Holzpellets aus heimischer Erzeugung. Auch im Jahr 2011 wurden in Deutschland deutlich mehr Pellets produziert als verbraucht. Daher können Produzenten und Handel weiterhin große Mengen an Pellets anbieten. „Wetterlagen wie in den vergangenen Wochen sind für die Wärmeversorgung ein echter Praxistest. Gegenüber importierten fossilen Brennstoffen können Holzpellets als heimischer, breit verfügbarer und bezahlbarer Energieträger hier klar punkten. Wer eine Pelletfeuerung betreibt, muss auch bei Eiseskälte seine Heizung nicht herunterfahren“, sagte der geschäftsführende DEPV-Vorsitzende Martin Bentele.

Bundesweit unterscheidet sich der Preis für Pellets je nach Region. Im Süden der Republik kostet eine Tonne (t) 236,81 EUR, bei Abnahme von sechs Tonnen Qualitätspellets. Wer in Nord- und Ostdeutschland mit Holzpellets heizt, zahlte im Februar für eine Tonne Pellets 238,16 EUR. In der Mitte der Deutschlands liegt der Preis bei 244,57 EUR/t. Über das Jahr unterliegen Holzpellets längst nicht den Preisschwankungen anderer Energieträger. Der größte Unterschied im Jahr 2011 lag mit 17,50 EUR/t (Juni zu März) deutlich unterhalb von 10 Prozent. Daher kann man auch zur kalten Jahreszeit mit gutem Gewissen sein Pelletlager auffüllen.

Auch bei ausreichenden Vorräten muss die Pelletanlieferung bei extremen Witterungsverhältnissen und wegen der außergewöhnlich hohen Nachfrage vom Pellethändler rechtzeitig geplant werden. Der DEPV rät Verbrauchern daher, ihren Pelletvorrat im Blick zu behalten, um rechtzeitig – das bedeutet in der Regel zwei Wochen vor einer Neubefüllung – mit dem Händler einen Liefertermin zu vereinbaren. Der DEPV als Branchenvertretung empfiehlt darüber hinaus, Pellets über Händler zu beziehen, die nach ENplus zertifiziert sind und daher strengen Anforderungen entsprechen. Zusätzlich genügen ENplus-Pellets den Vorgaben der aktuellen europäischen Norm und gehen teilweise sogar darüber hinaus.
 
DEPV-Index
Der DEPV-Preisindex wird seit Jahresbeginn 2011 im Monatsrhythmus veröffentlicht. Er bezeichnet den Durchschnittspreis in Deutschland für eine Tonne Pellets der Qualitätsklasse ENplus A1 bzw. DINplus (Abnahme 6 t lose eingeblasen, Lieferung im Umkreis 50 km, inkl. aller Nebenkosten und MwSt.). Für den DEPV erhebt das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) den Pelletpreis nach Regionen sowie nach Verkaufsmenge.

Hochauflösende Grafiken zur Energiepreisentwicklung in Deutschland sowie die Preise nach Regionen finden Sie hier.