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17.02.2011

DEPV-Index Februar: Leichter Anstieg der Pelletpreise nach kaltem Dezember

Seit 2011 neuer Index für den Pelletpreis

Berlin, 17. Februar 2011. Der Pelletpreis in Deutschland ist im Februar leicht gestiegen. Wie der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) berichtet, beträgt der Durchschnittspreis im Februar 241,45 EUR pro Tonne Pellets. Der Preisvorteil gegenüber Heizöl liegt weiterhin bei annähernd 40 Prozent. Der DEPV erhebt seit Jahresbeginn 2011 über das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) den DEPV-Index für den Preis von Holzpellets. Grundlage hierfür ist die Abfrage von Pellethändlern aus ganz Deutschland.

Geschäftsführer Martin Bentele sagte zur Veröffentlichung: „Neben der Pelletqualität ist auch der Preis für den Verbraucher ein wichtiger Anhaltspunkt für die Verlässlichkeit des Energieträgers. Der aktuelle Preis zeigt, dass Pellets trotz der kalten Witterung im Dezember 2010 und auch angesichts stark gestiegener Rohstoffpreise für den Verbraucher berechenbar bleiben. Die nachfragebedingte leichte Preissteigerung im Februar kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Pellets von allen Energieträgern im Wärmemarkt über die konstanteste und stabilste Preisentwicklung auf niedrigem Niveau verfügen.“ Der Februarpreis für Holzpellets in Deutschland beträgt 241,45 EUR/t.

Der DEPV-Geschäftsführer betonte: „Am Wärmemarkt wird in den nächsten Jahren ein zügiger Umbau zu erneuerbaren Energien erfolgen. Immer mehr Verbraucher benötigen daher Informationen über aktuelle Energiepreise. Mit dem monatlich erhobenen DEPV-Index für den Pelletpreis wird ihnen eine zeitnahe Einschätzung als Grundlage für ihre Kaufentscheidung ermöglicht. Für größere Abnehmer wie Kommunen bietet der Index eine zuverlässige Basis für vertragliche Vereinbarungen mit dem Handel.“

Der DEPV erhebt seit diesem Jahr über das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) monatlich einen eigenen Pelletpreis, den sogenannten DEPV-Index. Die Preisabfrage basiert auf einer großen Anzahl an Händlern, die jährlich über 3.000 t Pellets handeln und/oder über ein eigenes Transportfahrzeug verfügen. Somit ist es auch möglich, für die Regionen Süddeutschland, Nordostdeutschland und Deutschland Mitte einen fundierten Regionalpreis für Pellets zu veröffentlichen. In der Region Deutschland Mitte sind Pellets mit 238,26 EUR pro Tonne (Abnahme 6 t, Endverbraucherqualität) am günstigsten, gefolgt von Süddeutschland mit 243,05 EUR/t und Nordostdeutschland mit 250,90 EUR/t.

Der DEPV-Index ist der Durchschnittspreis in Deutschland für eine Tonne Pellets der Qualitätsklasse ENplus A1 bzw. DINplus (Abnahme 6 t, Lieferung im Umkreis 50 km, inkl. aller Nebenkosten und MwSt.). Der Index wird von Februar 2011 an regelmäßig zur Monatsmitte veröffentlicht.


Zur Information:

Erneuerbare Energien halten auch am Wärmemarkt immer mehr Einzug. Biomasse, und hier vor allem Holz, spielt dabei in Deutschland traditionell die wichtigste Rolle. Rund 10 Prozent der erneuerbaren Wärme in privaten Wohnungen wird gegenwärtig mit Holzpellets erzeugt. Laut dem Branchenverband DEPV gibt es zum Jahresbeginn circa 140.000 Pelletheizungen in Deutschland. Für 2011 wird vom DEPV ein weiterer Zuwachs von 25.000 Kesseln prognostiziert. Der Verbrauch von Holzpellets wird für das Jahr 2011 vom DEPV auf 1,1 Mio. Tonnen geschätzt. Die heimische Produktion wird voraussichtlich sogar 1,8 Mio. Tonnen betragen. Deutschland ist in Europa damit größter Produzent für Holzpresslinge.

Mittlerweile sind über die Hälfte der in Deutschland produzierten Pellets mit dem Qualitätssiegel ENplus zertifiziert, das auf einer neuen EU-Norm für Holzpellets (EN 14961-2) basiert. Mit dem Zertifikat ENplus hat der Verbraucher zum ersten Mal die Möglichkeit, Produktion und Lieferweg seiner Pellets von der Anlieferung über den Handel bis hin zum Hersteller zurückzuverfolgen.


Die differenzierten Preise für Holzpellets in den Regionen finden Sie auch unterhttp://www.depv.de/startseite/marktdaten/pelletspreise/

Die Grafik "Energiepreisentwicklung in Deutschland" finden Sie hochauflösend zum Download unter http://www.depi.de/download/grafiken/Energiepreisentwicklung-Deutschland.jpg