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17.06.2015

Mit Pelletfeuerungen Energiewende auch am Wärmemarkt

Pelletbranche im Gespräch mit bayerischer Staatsregierung

In Bayern werden bundesweit immer noch mit Abstand die meisten Feuerungen mit Holzenergie betrieben. In den letzten Jahren war der bundesweite Anteil des Freistaats jedoch rückläufig. Grund  genug für Franz Josef Pschierer, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Medien, Energie und Technologie, eine Diskussionsrunde über die Wärmewende in Bayern ins Leben zu rufen.

Im Gespräch mit Vertretern der Pelletbranche stellte Staatssekretär Pschierer fest: Die selbstgesteckten Klimaziele der Bundesregierung seien nur mit Mühe zu erreichen, wenn es bei den derzeitigen Maßnahmen bliebe. Schlichtweg zu wenige Menschen erneuerten derzeit ihre überalterten, ineffizienten Heizungen. Drei von vier Wärmeerzeugern in Deutschland entsprächen heute nicht dem aktuellen Stand der Technik – woran auch der relativ niedrige Ölpreis eine Mitschuld trägt.

Die Wirtschaftsvertreter, darunter Führungskräfte der bedeutendsten Holzheizungs- und Holzbrennstoffhersteller, betonten, dass die Pelletbranche mit innovativer Technik und einem hochwertigen Energieträger die besten Voraussetzungen mitbringe, um die Energiewende erfolgreich im Wärmesektor umzusetzen. Gleichzeitig zeigten sie dem Staatssekretär auch Hemmnisse auf, die den Markt derzeit lähmten. Vorsitzender beim Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband und KWB-Geschäftsführer Andreas Lingner erkennt vor allem ein Informationsdefizit beim Endverbraucher: „Die Regierung tut mit der kürzlich erhöhten Förderung für Pelletheizungen zwar durchaus Gutes. Aber sie spricht leider nicht laut genug darüber.“ Als weitere Knackpunkte wurden das unzureichende Bildungsangebot für Heizungsbauer zum Thema erneuerbare Energien wie auch die realitätsverzerrende öffentliche Kommunikation mit dem Schwerpunkt Stromerzeugung gesehen. Emil Sopper, Bereichsleiter Wärme bei der BayWa AG, einem deutschen Marktführer beim Pellethandel, verweist auf die erfolgreiche Unterstützung zur Heizungsumstellung in anderen Bundesländern: „Dort erhöhen zusätzliche Anreize für den Verbraucher, wie beispielsweise das Förderprogramm progres.nrw, die Sanierungsquote merklich“.

Staatssekretär Pschierer will beim Thema Wärmewende nicht locker lassen. In Richtung Endverbraucher sieht er in den regionalen Energieagenturen wichtige Meinungsbildner, die er mit der Pelletbranche an einen gemeinsamen Tisch bringen will. Aus diesem Dialog könnten wirkungsvolle Maßnahmen entstehen, die angemessen über die wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile erneuerbarer Wärme informieren sollen. DEPV-Vorsitzender Andreas Lingner sagte ihm hierbei Unterstützung zu. „Der Freistaat Bayern ist nach wie vor führend, wenn es um den Anteil der Holzenergie am Wärmeaufkommen geht. Um diese Position zu sichern, müssen aber neue Anreize für den Umstieg auf moderne und klimaschonende Pelletheizungen geschaffen und vor allem den Verbrauchern besser vermittelt werden.“


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