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16.07.2013

Pelletpreis zieht im Juli leicht an

Geringer Holzeinschlag und hoher Preis für Sägespäne

Geringer Holzeinschlag und hoher Preis für Sägespäne

Der Preis für Holzpellets ist im Juli leicht gestiegen. Der DEPV-Index für Deutschland liegt derzeit bei 269,37 EUR/t und damit 1,74 Prozent über dem Vormonat, berichtet der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV). Ein Kilogramm Holzpellets kostet in Deutschland durchschnittlich 26,94 Cent, eine Kilowattstunde (kWh) Wärme aus Pellets 5,50 Cent. Gegenüber Heizöl ergibt sich im Vergleich zum Juni ein etwas höherer Kostenvorteil von 32 Prozent. Der DEPV gibt als Gründe für die Preisentwicklung den geringen Holzeinschlag und den hohen Preis für Sägespäne – Hauptausgangsstoff für die kleinen Presslinge – an.

„Pellets werden aus Sägespänen hergestellt, und daher ist der Pelletpreis maßgeblich von diesem Faktor abhängig. Die Verfügbarkeit von Holzspänen ist wegen des seit 2012 reduzierten Holzeinschlags zurückgegangen. Dadurch ist ein starker Preisanstieg bei Sägespänen festzustellen, der sich zwangsläufig auf den Pelletpreis auswirkt“, erklärt Martin Bentele, geschäftsführender Vorsitzender des DEPV. Er appelliert an Waldbesitzer und Forstwirtschaft, mehr Holz zur Verfügung zu stellen. Eine Steigerung im Rahmen eines nachhaltigen Einschlags sei durchaus möglich. „Wer eine starke heimische Holzwirtschaft möchte, sollte ihre Teilsektoren auch kontinuierlich mit Rohstoff versorgen können und wollen“, sagt Bentele und verweist auf den für Waldbesitzer hohen Holzpreis.

Verglichen mit den fossilen Energieträgern dürfen sich Betreiber von Pelletheizungen auch heute auf der sicheren Seite fühlen. Während der Preisvorteil von Pellets gegenüber Heizöl in den letzten 10 Jahren im Durchschnitt 23 Prozent betrug, weist er im Juli 2013 32 Prozent auf. Damit sparen Betreiber von Pelletheizungen bei den Heizkosten derzeit mehr ein als durchschnittlich im Zeitraum von 2003 bis 2012. In den vergangenen zehn Jahren verzeichneten Pellets eine Teuerungsrate von unter fünf Prozent. Auch künftig, so Bentele, wird die Preissteigerung von Pellets mit großer Wahrscheinlichkeit unterhalb derer fossiler Energien liegen.

Regional ergeben sich unterschiedliche Preise für Holzpellets: In Nord- und Ostdeutschland kostet eine Tonne (t) Pellets bei der Abnahme von 6 t 263,30 EUR. Kunden in der Mitte der Republik zahlen für Qualitätspellets durchschnittlich 265,13 EUR pro Tonne, in Süddeutschland 273,60 EUR/t. Größere Mengen (26 t) wurden im Juli 2013 zu folgenden Konditionen gehandelt: Nord/Ost: 251,32 EUR/t, Mitte: 254,75 EUR/t, Süd: 260,91 EUR/t.

 

DEPV-Index

Der DEPV-Preisindex wird seit Jahresbeginn 2011 im Monatsrhythmus veröffentlicht. Er bezeichnet den Durchschnittspreis in Deutschland für eine Tonne Pellets der Qualitätsklasse ENplus A1 bzw. DINplus (Abnahme 6 t lose eingeblasen, Lieferung im Umkreis 50 km, inkl. aller Nebenkosten und MwSt.). Für den DEPV erhebt das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) den Pelletpreis nach Regionen sowie nach Verkaufsmenge.

Hochauflösende Grafiken zur Energiepreisentwicklung in Deutschland sowie die Preise nach Regionen finden Sie hier.



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